Frage: Hast du schon mal gedacht, dass ein Papierstapel mehr sein kann als Müll – und dabei sogar richtig Spaß macht?
Ich hole dich genau dort ab: vor einem kleinen Berg aus Zeitung und Verpackungen. Wir probieren ein Projekt, das nützlich ist und am Ende wirklich etwas in der Hand bleibt.
Kurz und ehrlich: Das Rollen und Weben ist meditativ, es braucht Zeit, aber das Ergebnis ist erfüllend. Ich nenne nur Werkzeuge, die mehrfach nützlich sind – etwa ein gutes Schneide-Set, das Zeit spart und ein sauberes Ergebnis liefert.
Praktisch: Körbe passen ins Bad, ins Bastelzimmer oder als Geschenkverpackung zum Nulltarif. Für Pflanzen nutze einen Untersetzer oder Wachstuch gegen Feuchtigkeit. Und ja: Zeitung statt Wegwerfen ist kein Perfektionssiegel – aber es verlängert Nutzung und schont Ressourcen.
Mein Versprechen: Kein Hochglanzprodukt, sondern ein handgemachtes Stück mit Charakter.
Wesentliche Erkenntnisse
- Ein Papierkorb beginnt oft vor dem Papierstapel zu Hause.
- Rollen und Weben dauert, wirkt aber meditativ und lohnend.
- Multifunktionale Werkzeuge sparen Zeit und sorgen für saubere Kanten.
- Zeitungen verlängern Nutzung – eine einfache, nachhaltige Alternative.
- Innenräume sind ideal; bei Pflanzen stets Schutz gegen Feuchtigkeit verwenden.
Bevor du startest: Idee, Größe, Unterlage
Stopp kurz — die richtige Vorlage und eine saubere Unterlage entscheiden über den Erfolg.
Überlege zuerst, welche Form dein Körbchen haben soll. Rund wirkt weich und passt gut auf Regale. Eckig nutzt Raum in Schränken besser.
Die Größe legst du pragmatisch fest: klein fürs Bad, mittel für Wolle, hoch als Papierkorb. Die Entscheidung beeinflusst Materialmenge und Zeitaufwand.
Als Formvorlage tut’s ein Plastikeimer, eine Vorratsdose oder ein vorhandenes Körbchen. Wichtig ist, dass die Form stabil bleibt, während du webst.
Druckerschwärze kann abfärben. Leg eine große Pappe, eine wiederverwendbare Bastelmatte oder Wachstuch unter. Das schützt Tisch und Nerven.
Praktische Kurz-Empfehlungen
- Wiederverwendbare Unterlage statt Einweg – nachhaltiger und sauberer.
- Kleber nur als Fixierung nutzen, nicht als Dauerlösung.
- Schneide deine ersten streifen nicht zu breit, damit das Rollen entspannt bleibt.
| Verwendung | Empfohlene Größe | Vorlage |
|---|---|---|
| Bad-Kleinkram | klein (Ø 10–15 cm) | kleine Dose |
| Wolle / Spielzeug | mittel (Ø 20–30 cm) | Vorratsbehälter |
| Papier / Abfall | hoch (Ø 30+ cm) | Plastikeimer |
diy flechtkorb upcycling mit Zeitung: Flechtkorb Schritt für Schritt
In kleinen Etappen entsteht hier ein stabiler Boden und ein schöner Rand – ganz ohne Profi-Werkzeug.
Materialien, die wirklich nötig sind
Nur drei Basics: Zeitung, eine Form als Vorlage und feste Pappe für den boden. Dazu Schere, Papierkleber und ein Holzspieß zum Rollen.
Streifen schneiden und Rollen drehen
Zeitung mittig schneiden, lange schmale streifen herstellen. Schräg auf den Holzspieß wickeln, letztes Dreieck mit Kleber fixieren und Spieß herausziehen.
Der boden & Webtechnik
Zwei identische Pappkreise ausschneiden, ungerade Anzahl Streben wie Tortenstücke anordnen und festkleben. Streben hochklappen und mit einem einfachen vor‑zurück-Muster weben.
Verlängern, Abschluss, Finish
Enden schräg schneiden, Kleber drauf, sauber ineinschieben — so vermeidest du Wülste. Streben nach innen legen, oben und unten ankleben.
Tipp: Für gleichmäßige Farbe dünn besprühen, dazwischen trocknen lassen.
| Größe | Zeit | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| klein (Ø 10–15 cm) | 2–4 Std. | leicht |
| mittel (Ø 20–30 cm) | Bastelnachmittag | mittel |
| Fehlerfall | Lücken → mehr verdichten | schiefer boden → mehr andrücken |
Ich verspreche: mit Musik in den Ohren wird aus geduldigem Rollen auch ein bisschen spaß.
Alternative Upcycling-Materialien: Verpackungen flechten statt Zeitung
Nicht nur Zeitung taugt zum Flechten — Verpackungen sind echte Geheimwaffen. Zwei schnelle Varianten zeigen, wie aus Resten ein hübsches körbchen wird.
Schaumkuss-Schachtel mit Goldbeschichtung
Schneide die Schachtel in schmale streifen und lege zuerst einen rechteckigen Boden. Für den Rand verlängerst du Streifen durch Zusammenkleben.
Biege die Ränder rechtwinklig hoch und web weiter. Außen sorgt ein Streifen Tonpapier für den fertigen Look.
Tipp: Tonpapier-Reste statt Neukauf nutzen — spart Geld und wirkt professionell.
Plastikverpackung als Grundkörper
Nutze die vorhandene Form und webe Bast, Span oder Kordel abwechselnd durch das Gitter.
Bricht Span an den Ecken, schneide passende kurze Streifen und fixiere sie punktuell mit einer Heißklebepistole. Das hält schnell und sauber.
- Tools: Schere zum Schneiden, Kleber für Verbindungen, Heißklebepistole mit Klebesticks für Ecken.
- Nachhaltig: Verpackungen, Tonpapier-Reste und Kordel aus der Restekiste verwenden.
- Praxisnutzen: Schnell gemacht — ideal, um mal eben Ordnung zu schaffen.
| Material | Vorteil | Fixierung |
|---|---|---|
| Schaumkuss-Schachtel (gold) | hübsche Oberfläche, stabil | Kleber, Tonpapier-Veredelung |
| Plastikverpackung + Bast | robust, eignet sich für Gitterformen | Heißkleber an Ecken, Kordelabschluss |
| Reste (Tonpapier/Kordel) | kostenlos, farblich anpassbar | normaler Bastelkleber |
Mehr Inspiration findest du bei Papierflechten-Inspiration und praktischen Zeitungs-Ideen unter Zeitung-Upcycling.
Fazit
Kurz und knapp: Mit wenig Material zauberst du echten Nutzen fürs Zuhause. Das Projekt braucht nur Zeit, keine teuren Einkäufe, und am Ende steht ein Korb, den du wirklich benutzt.
Wähle dein Abenteuer — rund oder eckig, natur oder farbig, flach oder hoch. Kleine Unregelmäßigkeiten gehören dazu und geben dem Stück Charakter. Der zweite Korb wird meist schon ordentlicher.
Praktischer Hinweis: Papierkörbe gehören ins Haus. Als Übertopf bitte mit Untersetzer oder Wachstuch schützen. Nachhaltig gedacht verlängerst du so Materialien und schaffst Ordnung mit Stil.
Neugierig geworden? Schau gern in die Paper-Baskets-Projekte oder bei den Jeanskorb-Ideen vorbei — und dann: Tee kochen, Zeitung schnappen und anfangen.


